Wasserzeichen

21.10.17: Jazz-Workshop und -Konzert am Leibniz

Jazz-Konzert 10/17Bericht: Frau Vehling,  Bilder: Frau Knörzer, Herr Mohr

Wie begeistert man Schülerinnen und Schüler für eine Musikrichtung, die so gar nicht zum „musikalischen Mainstream" gehört und die beim ersten Hören oft einfach nicht verstanden wird? Zwar ist „Jazz" ein Thema im Musikunterricht, aber dort kommt oft die Frage: „Wann machen wir mal wieder was Schönes? Jazz gefällt uns nicht."

Jazz ist eine Musikrichtung, die man sich am besten selbst musikalisch „erspielt"; erst dann entdeckt man so richtig die Schönheiten, die Rafinesse und die klanglichen Möglichkeiten dieser Musik. Dafür braucht man Zeit zum Ausprobieren und zum Aufeinander-Hören-Lernen.

Umso schöner ist es, dass bereits zum zweiten Mal am „Leibniz" ein Jazz-Workshop mit dem Christoph-Heringer-Trio stattfand, bei dem Schülerinnen und Schülern aus der Schulband und – erstmals - Teilnehmern der Big-Band-Klasse 6 an den Jazz herangeführt wurden und ihre erarbeiteten Stücke in einem Konzert vorführen konnten.

Obwohl die Teilnahme für die Mitglieder der Big-Band-Klasse 6 freiwillig war, spielte die Hälfte der Gruppe mit und machte unter der Leitung von Christoph Heringer am Beispiel des C-Jam-Blues von Duke Ellington erste Versuche beim Improvisieren. Die Blicke waren zum Teil während der Soli noch etwas unsicher (wie soll man denn plötzlich irgendetwas spielen, das gar nicht da steht und das soll dann noch zu dem passen, was die anderen gerade spielen...), aber jeder der Solisten traute sich mit ein paar Tönen und das Gesamtergebnis war schon sehr ansprechend.

Die Mitglieder der Schulband LGProject haben schon etwas mehr Routine und konnten diese in den von ihnen erarbeiteten Stücken zeigen. Gemeinsam mit den Profi-Musikern Christoph Heringer am Klavier, Mathias Wolf am Bass und Uli Gessner am Schlagzeug hörte man nicht nur überzeugende Darbietungen, sondern man merkte den Beteiligten ihren Spaß am Musizieren und Improvisieren an. Neben einigen Instrumentalbeiträgen konnten bei „Something's got a hold on me" auch die Sängerinnen der Band zeigen, was sie während des Workshops mit Frau Andrea Reichhart erarbeitet haben.

Im zweiten Teil des Konzerts (Programm als PDF)spielte dann das Christoph Heringer-Trio einige Stücke aus seinem Repertoire. Auch hier merkte man wieder den Spaß der Vollblut-Musiker, die ihre Stücke nicht nur mit virtuosen Soli bereicherten, sondern auch viele unerwartete klangliche Möglichkeiten aufzeigten (z.B. die Nutzung eines Kontrabasses als Perkussionsinstrument), die bei den Zuhörern keine Langeweils aufkommen ließ. Stilistisch handelte es sich vor allem um den (auch für Jazz-Neulinge) gut verständlichen Cool-Jazz.

Der stellvertetende Schulleiter Herr Mohr bedankte sich anschließend bei allen Mitwirkenden und besonders beim Christoph-Heringer-Trio, bei Frau Reichhart, bei Frau Knörzer für die Organisation des Workshops und beim Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

Mit einer Zugabe im Stil von Thelonious Monk endete der Abend.

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