18.06.26: Leibniz-Schüler bauen prämierte Solarflitzer
Bericht und Fotos: Herr Müller
Zentrale Anforderung des 11. Lautrer Solar Power Competition war es, ein solargetriebenes Fahrzeug zu bauen. Von den Erfolgen der Leibniz-Teams im Vorjahreswettbewerb angespornt, stellten sich mit den "Durchstartern" (Fabian Ruhl und Samuel Kuchenbrod, Klassenstufe 8), dem Team "Lightspeed" (Ben Kohlhaas, Jonah Peifer und Vincent Wilhelm, Klassenstufe 9) und dem "Sun Drive Squad" (Mika Massar, Phil Singer, Halldór Hög und Till Arnold, Klassenstufe 8) drei Teams unserer Schule dieser Aufgabe. Die Vorjahressieger waren aus Altersgründen nicht mehr zugelassen. Die Elektroflitzer wurden in der Physik-Sammlung in Extraschichten nach Unterrichtsende und während der ein oder anderen Vertretungsstunde geplant und gebaut. Der Feinschliff erfolgte im Rahmen der Projektwoche, in der noch der ein oder andere Umbau anstand.
Am Wettbewerbstag fanden Ausscheidungsrennen in zwei verschiedenen Rennklassen an: Im "Free-Flow-Race" sollte eine 10 Meter lange Strecke möglichst schnell durchfahren werden. Hier kam es auf eine möglichst kurze Beschleunigungsphase und eine möglichst hohe Endgeschwindigkeit an. Eine Zusatzschwierigkeit bot das "Shadow-Race", wo die letzten zwei Meter der Strecke verdunkelt wurden. Außerdem wurde ein weiterer Preis für Innovation und Kreativität vergeben.
An der FH Kaiserslautern angekommen mussten die Leibnizianer schlucken, als sie die Konkurrenzautos aus Kaiserslautern, Zweibrücken, Mannheim, Worms und sogar Pforzheim sahen: "Eine variable Einstellung der Solarzellen, daran hätten wir auch denken können." und "Hast du die Probefahrt vom Auto aus Lahnstein gesehen? Wir können einpacken..." Doch die Wahrheit liegt bekanntermaßen auf dem Platz bzw. in diesem Fall auf der Rennstrecke: Alle Leibniz-Teams kamen in den ersten Rennen locker ins Ziel und konnten durchaus mit der Konkurrenz mithalten. Ein besonderes Augenmerk war auf den Flitzer des "Sun Drive Squad" gerichtet, der sich mit den anderen Teams Rennen um Rennen ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. Ein bisschen Glück war auch sicherlich dabei, aber das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen, und so landete das "Sun Drive Squad" im Finale und entschied dieses souverän für sich. Damit war Mika, Phil, Halldór und Till das Preisgeld in Höhe von 300 Euro sicher.
Im "Shadow-Race" blieb so manches Solarauto im Schatten hängen. Der "Sun Drive Squad"-Renner war aber auch in dieser Disziplin nicht zu schlagen und gewann ebenfalls das zweite Finale. Da Doppelpreise schon in der Ausschreibung ausgeschlossen worden waren, gingen Ruhm und Ehre zwar erneut ans Leibniz, Trophäe und Geldpreis aber an die zu Beginn gefürchtete Konkurrenz aus Lahnstein.
Für den Innovationspreis hatte sich das Team "Lightspeed" Hoffnungen gemacht: Das im 3D-Drucker gedruckte Chassy sollte demonstrieren, dass z.B. auf einer Mondstation ein solargetriebenes Mondfahrzeug vor Ort gedruckt werden könnte, ohne dass die vorgefertigten Teile dorthin per Rakete gebracht werden müssten. Letztendlich entschied sich die Jury aber für das Team "Phoenix" vom Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken, das nicht nur einen sehr effizienten Renner präsentierte sondern dazu noch eine professionelle Homepage entwarf.
Unabhängig vom Erfolg als Einzelteam hatte die gesamte Mannschaft des "Team Leibniz" in der Projektwoche und insbesondere am Renntag viel Freude am Planen, Basteln, Werkeln und Mitfiebern bei den Rennen. Alle wollen bei der Neuauflage des Wettbewerbs im neuen Schuljahr 2026/2027 erneut teilnehmen. Natürlich können noch weitere Teams dazukommen. Informationen zum Wettbewerb gibt es bei Herrn Müller oder auf der offiziellen Wettbewerbsseite der Hochschule Kaiserslautern.




